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2015 dabei: Parallelallee

parallel1Der „Verlag für Comics und illustrierte Literatur“ stellt sich selbst vor:  „Wir müssen alle noch nebenher arbeiten, um unseren Verlag am Laufen zu halten. D.h., selbst wenn wir wünschten, jeden Tag zeichnen und schreiben zu können, kommt immer wieder ein Brotjob dazwischen, der Zeit frisst und nicht immer unsere künstlerischen Bedürfnisse befriedigt. Aber manchmal eignet man sich bei Auftragsarbeiten auch wieder was Neues an, eine neue Technik, eine neue Sicht auf die Dinge, die sich dann wieder in unseren künstlerischen Arbeiten wiederspiegelt. Das macht den Verlust an „echter“ Kunstarbeit ein wenig wett.

Verlagstechnisch macht bei uns jeder, was er am besten kann: Wer gut quatschen kann, macht Öffentlichkeitsarbeit; wer gut mit dem Computer auskommt, bastelt die Bücher zusammen. Künsterlerisch läuft es im Grunde genauso: Auch wenn wir unter einem gemeinsamen Ziel arbeiten, so sind wir doch in unserer Herangehensweise, Technik und Themenwahl sehr verschieden. Wir tauschen uns natürlich viel aus – aber letztendlich sitzt jeder an seinem eigenen Comictisch, in seiner eigenen Welt, nur eben parallel nebeneinander.

PoinT beispielsweise kommt eher aus dem Karikaturenbereich. Sie hat da schon einige Ausstellungen gehabt. Zum Beispiel beim Browse Cartoon, Caricature & Comic Festival in Kreuzberg und letztes Jahr im Auswärtigen Amt Berlin und in der Deutschen Botschaft in Paris anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Elysée-Vertrages. Seit drei Jahren widmet sie sich vermehrt dem Comicbereich, hat erst mit ihrem Freund eine kleine Comic-Heftreihe „Die Blaumänner“ herausgebracht und dann letztes Jahr unseren Verlag gegründet. Nebenher illustriert sie Kinderbücher wie z. B. Das Monstermusical oder Die Schlafburschen, erschienen in Edition Graugans.“

http://www.parallelallee.de/

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2014 dabei: Parallelallee

parallelalleeDie Parallelallee ist ein kleiner, unabhängiger Verlag für Comics und illustrierte Literatur, gegründet Ende 2013 in Berlin. Erzähltes und Grafisches, so finden sie, gehören zusammen und sollten weder in die eine noch in die andere Ecke abgeschoben werden. An Comics vermisst man manchmal den zusätzlichen literarischen Kick, der von einem noch so grandiosen Zeichenstil nicht wettgemacht werden kann. An zeitgenössischer Literatur, allzu oft in fantasielose Fotoklischees gekleidet, fehlen oft wiederum die Überraschung und das Bild zwischendurch. PARALLELALLEE will all dem, das fehlt und nach dem man sich als Leser trotz scheinbaren Überflusses weiter sehnt, ein Zuhause geben. Dem Absurden genauso wie dem Ambivalenten – den Sowohl als Auchs wie den Weder Nochs, ob in Moll oder Dur, ob für Gebildete oder Verbilderte, sie erzählen, um Kopf und Auge, die Lust am Denken und Träumen zu schenken.

Der Name Parallelallee ist Programm. Wie Parallelen werden sie wahrscheinlich nie den Geschmack aller, vielleicht nicht einmal den eigenen Anspruch treffen… Dennoch birgt das Bild die Vorstellung, eines Tages kreuzten sich die Geraden und schafften einen Moment der Berührung.

http://www.parallelallee.de

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