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2015 dabei: Marie Sann

mariesannBereits 2014 wollte Marie am Comicgarten teilnehmen, die Leipziger Volkszeitung berichtete schon, in letzter Minute musste sie absagen, verband das aber mit der Bitte, 2015 die erste Anmeldung sein zu wollen. Also, dann mal los:

Marie Sann begann schon in ihrer Kindheit mit dem Zeichnen und wurde ca. 1998 auf den Manga-Stil aufmerksam. Vor ihrer ersten Veröffentlichung gewann sie bei Zeichenwettbewerben von Modern Graphics und der Comicmesse Berlin sowie die Mangatalentewettbewerbe 2002 und 2003 auf der Leipziger Buchmesse.

2004 lernte sie den Comiczeichner und -autor Guido Neukamm bei Aufnahmen für die Fernsehsendung Reläxx im Kinderkanal kennen. Im Februar 2005 erschien eine Kurzgeschichte der beiden in der ersten Ausgabe von Manga Fieber, einem Kurzgeschichtenband zur Förderung von deutschen Zeichnern. Für den Tokyopop-Verlag arbeiteten sie gemeinsam an dem Band Sketchbook Berlin.

Weiterhin designte Sann unter anderem fünf Exemplare des Nintendo DS und Schulranzen für Herlitz. Außerdem zeichnete sie für Universal Music die Bandmitglieder von Nevada Tan als Comicfiguren.

Von 2007 bis 2010 absolvierte sie eine Ausbildung zur Grafikdesignerin. Parallel dazu entstand erneut in Zusammenarbeit mit Neukamm die Comicreihe Krähen, welche komplett mit Bleistift gezeichnet wurde. Sann zeichnet als freie Illustratorin für verschiedene Auftraggeber (bisher für z.B. Herlitz, Bravo, Tip Magazin, Universal Music, Olympiastadion Berlin, Nintendo Europe, Radon Labs, Perry Rhodan und verschiedene Autoren). 2010 unterstützte Sann die Aktion Buddy Bär, indem sie einen 1 m großen Bären mit ihren Bildern im Manga-Stil beklebte. Dieser wurde auf einer Charity-Veranstaltung zugunsten von Kinder in Not[2] versteigert.

Für die Sonderauflage des ersten Bandes der 2011 neu gestarteten Taschenroman-Serie Perry Rhodan Neo zeichnete sie kolorierte Porträts der Hauptpersonen des Romans. Ferner nahm die Künstlerin als Gast an der 5. Perry-Rhodan-Weltcon vom 30. September bis 2. Oktober 2011 in Mannheim teil. Seit 2011 adaptiert sie im Auftrag des Splitter Verlages in Zusammenarbeit mit dem Autor Yann Krehl den fantastischen Roman Frostfeuer von Kai Meyer. Die Arbeit an der dreibändigen Comicreihe war im Frühjahr 2014 beendet.

Neben ihrer Arbeit als Illustratorin und Comiczeichnerin arbeitet Marie Sann als Game Artist bei Wooga in Berlin.

http://www.marie-sann.de

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Stempelkarte: FERTSCH!

SKWahrscheinlich rätselt ihr schon seit TAAAGEN, wie wohl das Titelbild der Stempelkarte dieses Jahr aussieht. Endlich ist es soweit, das Geheimnis wird gelüftet:
Das diesjährige Motiv wurde von Marco Knorr (LiddlBuddha Illustration) gezeichnet. Außerdem ist eine Grafik von Marie Sann in das Kunswerk eingeflossen und die Nachbearbeitung wurde durch Madeline Helbig durchgeführt.
Wir danken den Stempelkartenmachern!

2014 dabei: Marie Sann

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Marie Sann ist schon begeistert am Zeichnen, seit sie einen Stift halten kann.
Bereits parallel zu ihrem Abitur 2006 arbeitete sie an ihren ersten Mangaveröffentlichungen.
Während der anschließenden Grafikdesignausbildung entstand in Zusammenarbeit mit Guido Neukamm die Manga-Buchreihe „Krähen“.

 

2010 kam ein persönlicher Kontakt mit dem Splitterverlag zustande und es begann die Arbeit an der Comicadaption „Frostfeuer“ des gleichnamigen Romans von Kai Meyer. Die Graphic Novel ist nun abgeschlossen und Kai Meyer und Marie Sann starten nun direkt mit einem neuen gemeinsamen Projekt – eine erotische Graphic Novel.
Außerdem veröffentlichte Marie Sann vor Kurzem die Webcomicplattform www.sputtlichkeiten.de auf der es regelmäßig neue Comics und Cartoons rund um die sputtlichen Dinge des Lebens gibt.

http://www.marie-sann.de

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Nominierung Oktober 2012: Marie Sann/Kai Meyer „Frostfeuer“

Marie Sann (Illustratorin), Kai Meyer (Autor): „Frostfeuer“, Buch zwei

Nominierung Oktober 2012„Der Winter im Sankt Petersburg des Jahres 1893 ist der härteste seit Menschengedenken, denn ein Unbekannter hat den Herzzapfen der Schneekönigin gestohlen. Doch während vor den Türen des Grand Hotels Aurora Eis und Schnee regieren, hat das junge Mädchen Maus ganz andere Sorgen. Sie putzt Tag und Nacht die Schuhe der Gäste und hat das Gebäude noch nie verlassen. Erst als eine geheimnisvolle Frau in Weiß im Hotel einzieht, wird ihre triste Welt plötzlich aufregend und ziemlich gefährlich. Denn die Schneekönigin, die ohne den Herzzapfen nicht leben kann, ist in die Stadt gekommen, um den Dieb zu finden und zu bestrafen. Und Maus wird in Ereignisse verwickelt, die ihre kleine Welt völlig auf den Kopf stellen.Eine magische Adaption des Bestsellers von Kai Meyer (Seide & Schwert, Wellenläufer), in märchenhaften Bildern erzählt von Shooting Star Marie Sann.“ (Beschreibung bei amazon)
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Eine weitere Adaption eines Romans von Kai Meyer aus dem auch in dieser Hinsicht sehr aktiven Splitter-Verlag: „Frostfeuer“, adaptiert von Yann Krehl, mit den Zeichnungen von Marie Sann. Der zweite Band ist jüngst erschienen.
Es gäbe viel zu loben daran, wie Krehl Meyers mitunter ausufernden Erzählstil auf Comictauglichkeit herunterbricht, dabei möglichst viel Raum zur Visualisierung lässt und hochgradig ökonomische Dialoge schreibt.
Aber „Frostfeuer“ ist, bei allem Respekt, den sich der Skripter hier verdient, vor allem die Marie-Sann-Show. Das wird spätestens klar, wenn die grob am Märchen von der Schneekönigin ausgerichtete Handlung nach dem Prolog im Eispalast in das Sank Petersburg des Fin-de-siècle wechselt, wo sie fast ausschliesslich in einem Nobelhotel spielt.
Wie Marie Sann eine Welt der eklatanten Widersprüche entwirft – das gutbeheizte Hotel gegen das im Schnee versinkende St. Petersburg, der noble Ballsaal gegen die trüben Kammern für das Personal – ist in der Ausführung atemberaubend.
Es ist eine wunderbare Poesie des Erzählens, die den leicht trivialen Plot (armes Waisenkind hilft großer Königin bei der Suche nach einem wichtigen Gegenstand) in ein Märchen verwandelt. Aufsehenerregend vor allem die Farben, das permanente optische Wechselbad zwischen blau-weiss-gehaltenen Schneesequenzen und rotbraunen Innenaufnahmen.
Da stört es auch kaum, dass grade die Hauptfigur etwas zu huschig, großäuig und abgemagert daherkommt, dass Details wie diesen vielleicht doch zu sehr auf der Klaviatur des Kitsches gespielt wird. Auf drei Bände ist die Reihe angelegt, und man darf auf den finalen gespannt sein. (Stefan Pannor)
Splitter-Verlag, 48 S.; € 13,80